Donnerstag, 19. August 2010

Auswertung des Fragebogens erstes Halbjahr 2010

Nachzuholen bleibt noch das Ergebnis der Befragung in der Klasse 4-6a, Klassenlehrerin Frau Schreyer, erstes Halbjahr 2010, Rudolf-Wissell-Grundschule, Berlin-Mitte.

Es gibt keine wirklich eindeutigen und objektiv messbaren Kriterien, um herauszufinden, welche Wirkung ein Schulhund auf Schüler und Lehrer hat.
Ich persönlich stellte viele Veränderungen der Kinder fest. Die Klassenlehrerin Frau Schreyer und ich legten vorher fest, welche Stärken und Schwächen bei den Kindern Unterstützung durch Michel erfahren sollten. Ich habe die Kinder von Anfang an sehr genau beobachtet und die Ergebnisse festgehalten.
Es gab aus meiner Sicht vier wesentliche Veränderungen:
a) Die Launen der Kinder wurde alleine durch die Anwesenheit des Hundes besser.
b) Die Kinder fassten sehr schnell Vertrauen zu Michel und mir und vertrauten persönliche Probleme an. Einigen Kindern konnte dadurch persönlich gut geholfen werden.
c) Auch aggressive Kinder konnten ihre weiche Seite zeigen.
d) Der Fokus der Kinder veränderte sich. Auch in den Pausen war Michel ein Thema.

Aber ich wollte auch die Kinder hören. Was sagten Sie dazu?
Darum fertigte ich einen Fragebogen an. Die Befragung erfolgte anonym. Die Kinder sollten ihren Namen nicht angeben, sondern sie sollten ganz frei ihre Meinung äußern. Der Fragebogen wurde kurz erklärt. Sie hatten zu jeder der insgesamt 4 Fragen, drei Möglichkeiten zum Ankreuzen, konnten aber auch mit eigenen Worten noch Dinge ergänzen, die ihnen persönlich wichtig waren. Michel war zu diesem Zeitpunkt bereits 1/4 Jahr in der Klasse.

Hier das Ergebnis der 20 Kinder, die an der Befragung teilnahmen.
Frage 1: Wie gefällt Dir Michel?
Antworten:
18 SchülerInnen antworteten mit gut, 1 SchülerInnen antwortete mit geht so, 1 SchülerInnen antwortet mit egal.
17 SchülerInnen gaben noch einen eigenen positiven Kommentar zu dieser Frage an:
"Er ist schön, er sieht nett aus, weil er mit uns spielt, weil er da ist, weile alle Kinder leise sind, weil wir über ihn reden, weil Schule so Spaß macht, weil wir viel lernen, er passt gut auf uns auf."
1 SchülerInnen gab einen eigenen negativen Kommentar an: "Ich mag keine Hunde"
Frage 2: Ist die Stimmung mit Michel in der Klasse: a) besser, b)schlechter, c) egal?
Antworten:
19 SchülerInnen antworteten mit besser, 1 SchülerInnen antwortete schlechter.
Die persönlichen postiven Begründungen lauteten wie folgt:
"weil wir alle leiser sind, weil er durch die Klasse läuft, weil er manchmal mit uns spielt, weil unsere Lehrerin besser gelaunt ist, weil ich Hunde mag, weil es jetzt sauberer ist, weil wir uns besser verstehen, weil mehr Leben im Unterricht ist."
Es gab eine persönliche negative Begründung:
"es nervt, dass alle sagen, dass sie keine Angst vor Michel hätten."
Frage 3: Hat sich durch Michel bei Dir persönlich etwas verändert? a)viel, b)etwas, c)nichts
Die Antworten:
8 SchülerInnen antworteten mit viel, 10 SchülerInnen antworteten etwas, 2 SchülerInnen antworteten mit nichts.
Persönliche postive Begründungen zu viel und etwas:
"Ich bin nicht mehr traurig, ich arbeite schneller, ich habe meine Angst vor Hunden verloren, ich kann mir meine Zukunft besser vorstellen, die Tage sind viel interessanter, ich mache meine Tasche zu, ich fühle mich besser, ich bin ruhiger geworden und habe wieder viel mehr Spaß in der Schule."
Frage 4: Reicht die Zeit mit Michel aus? a) reicht aus, b) ist zu wenig, c) egal
Antworten:
9 SchülerInnen antworteten mit reicht aus, 10 SchülerInnen antworteten ist zu wenig,
1 SchülerInnen antwortete mit egal.
Zu dieser Frage gab es keine persönlichen Bemerkungen der SchülerInnen.

Zum Abschluss des Fragebogens konnten die SchülerInnen mit eigenen Worten sagen, was Ihnen persönlich am Michel-Projekt wichtig ist. Davon haben nicht alle SchülerInnen Gebrauch gemacht.
Hier die Antworten:
"Besonders gut gefallen mir die Ausflüge mit Michel, dass wir überhaupt einen Hund in der Klasse haben, die Einzelstunden mit Michel finde ich toll, dass ich meine Angst vor Hunden verloren habe, dass wir mit Michel viel leiser geworden sind, wir nehmen durch Michel mehr Rücksicht, wir lernen besser, das Projekt ist toll, ich bin ruhiger, gelassener  und konzentrierter geworden, es macht mir wieder Spaß zur Schule zu gehen."

Ich bin der Meinung, dass sich der Einsatz von Michel alleine durch diese Begründungen rechtfertigt. Wünschen wir uns nicht alle, dass unsere Kinder gerne und mit Freude zur Schule gehen?

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